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Mira M. Yang

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Mira M. Yang, Period Piece (Flower Boys), installation view, Bonner Kunstverein, Bonn (2026). Photo: Ludwig Kuffer

Die Kunsthalle Friart Fribourg freut sich, eine Ausstellung von Mira M. Yang in zwei Kapiteln zu präsentieren, die in Zusammenarbeit mit der Fondation Pernod Ricard in Paris entsteht.

M. Yangs multidisziplinäre Praxis gründet in einem performativen Ansatz und erforscht, auf welche Weisen sich kulturelle Narrative performativ darstellen und durch Objekte, Körper, Sound und Sprache ausdrücken. M. Yang zeichnet die Beständigkeit und Transformation von kulturellem Erbe nach, während es von einem räumlichen und zeitlichen Kontext in einen anderen migriert, dabei die Möglichkeit, wenn nicht die Notwendigkeit einer differenzierten Neubetrachtung formulierend. Jüngst verfolgt Mira M. Yang einen materialistischen Ansatz, der spezifische Materialien und materielle Überbleibsel als Träger von Erinnerungen und Ideologien untersucht.

M. Yangs Ausstellung, die sich über zwei Kapitel in Fribourg and Paris entfaltet, fokussiert auf Akte des Übersetzens und der Neuinterpretation des spärlich dokumentierten Werks von Choi Seung-Hee (1911-1969), der ersten Tänzerin des kolonialen Korea, die im Ausland auftrat. So entsteht etwa eine klangliche Übersetzung oder „Sonifizierung“ von Seung-Hees Choreografien in eine größere Soundinstallation. Die Ausstellung erforscht die Möglichkeit, ein lebendiges Archiv oder Dokument von Choi Seung-Hees Werk zu schaffen, und experimentiert mit unterschiedlichen Formen des Aufzeichnens, Notierens und Scorings künstlerischer Ausdrucksformen zwischen Tanz und Sound. In ihren zwei Kapiteln skizziert die Ausstellung eine Logik von Bewegung und Zirkulation und lädt uns dazu ein, die inhärente Wandelbarkeit kultureller Formen zu betrachten.

Kuratiert von Kathrin Bentele

Mit der grosszügiger Unterstützung von: État de Fribourg, Loterie Romande, Agglomération de Fribourg, Ville de Fribourg, BCF | FKB, Kunststiftung NRW